Harley MotoFoto

Auf der Agenda stand das nächste MotoFoto Shooting. Im Vorfeld haben wir ein wenig rumprobiert und hätten gern etwas am Aufbau geändert. Es ist uns noch nicht gelungen die zwei Biomassedämpfer samt manueller Objektverfolgung zu ersetzen und so funktionierte am Ende das bewährte Rezept.

Automatisierungsversuch

Eigentlich sollten mehrere Kameras (keine GoPro!) am Auto angebracht und synchron gesteuert werden. Dabei verwackelte das Bild zu stark, um am Ende zu überzeugen. Der Grund liegt in dem Wunsch, dass das Motorrad im Vordergrund scharf abgebildet wird und der Hintergrund dynamisch verwischt. Dafür nimmt man Einstellungen vor, die man in dem Umfeld normalerweise vermeidet. Natürlich kann man das ebenso in Photoshop erreichen, aber hier geht es um echte Fotografie. Folglich muss man über eine "zu lange" Zeit die Kamera genaustens nachsteuern. Das Hauptproblem dabei sind aber die Vibrationen der Fahrzeuge selbst. Hier muss man doch erheblich mehr Aufwand in den Aufbau stecken und Dämper platzieren. Wie das dann geht, wird sicher irgendwann mal beschrieben, wenn wir es erfolgreich getestet haben.

Ergebnisse

Bis wir den Vorgang teilautomatisieren können, setzen wir auf zwei Biomassedämpfer und glattere Straßen. Kurz: Der Fotograf muss wieder in den Kofferraum. Bei den Bildern sieht man, dass sich dieses Shooting durchaus als Paarshooting eignet. Es zeigt ein gemeinsames Hobby. Neben der Fahrt habe ich als Zugabe noch das Motorrad fotografiert. Dazu muss man mit den aktuellen Gegebenheiten arbeiten, die sich in der Umgebung anbieten. Bei keinem der hier gezeigten Bilder kommt Photoshop oder etwas vergleichbares zum Einsatz. Die Bilder sind so aus Lightroom exportiert. Für das finale "Werk" wird dann aber Photoshop bemüht, um jeden Kratzer und jede Fliege verschwinden zu lassen.

Anekdote

Viele denken ja immer, dass der Fotograf da mal ein bissl fotografiert und dann kommen die Bilder raus. Alles in allem dauert das ja kaum länger als ein oder zwei Stunden. Für mich ist aber die Vorbereitung wichtig. So schaue ich mir die Lokation im Vorfeld an. Überlege mir eine Abfolge und packe nicht nur das Equipment zusammen, welches dann schlussendlich zum Einsatz kommt. Für zu wenig oder zu viel Licht habe ich ebenso etwas dabei, wie für technische Ausfälle. Das alles macht auch Arbeit und ich bilde mir noch immer ein, dass man den Unterschied sehen kann.

Diesmal war ich zwei Wochen vorher Vorort und habe mir alles angesehen. UND dann haben die doch genau in der Woche die Bäume gefällt und an der Strasse gelagert. Die fehlenden Bäume sind allein schon ärgerlich (musste aber sein nach dem letzten Sturm). Die Holzlager verändern dann aber alles. Nicht panisch werden, denn auch dafür hatte ich eine Ausweichlokation vorher angesehen und für die Standbilder bot sich der Holzstapel dann direkt an.